SHZ vom 12.03.2019

 

 

SHZ vom 06.05.2018:

Uetersener Nachrichten vom 03.05.2018:

Schleswig-Holstein Zeitung vom 08.04.2018:

Vogelkundliche Führung zur Stunde der Wintervögel im  08.01 2018.

Artikel der Uena vom 08.01. und10.01.2018.

 

 

 

Windenergie: Diese Alternativen schlagen die Naturschützer vor

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten:

Roland Dilchert vom Uetersener Nabu-Ortsverein „Elbmarschen“ legt in Sachen Windkraftkritik nach. Seiner Ansicht nach tragen Windkraftanlagen nur in geringem Maß zur Energiewende bei.

Uetersen | Mit Windkraft lasse sich nach wie vor viel Geld verdienen, doch zur Energiewende leiste sie kaum einen Beitrag, sagt Roland Dilchert vom Uetersener Nabu-Ortsverein „Elbmarsch“. Er hat nun einen Forderungskatalog vorgelegt, der Alternativen zur an manchen Orten umstrittenen Windkraftenergiegewinnung,  so auch in Uetersen, aufzeigen soll. 

Im  Westen der Rosenstadt, so Dilchert, liefen die vielen durchziehenden Vögel Gefahr, von den Flügeln der sich drehenden Rotoren zerhackt zu werden. Dilchert fordert alle, die die verordnete Energiewende ernst nehmen, auf, Energie zu  sparen. Und vom Gesetzgeber verlangt er klare Gesetzesvorgaben, die zur Entwicklung energiesparender Technologien zwingen. Deutschlands Industrie würde dabei nicht verlieren, sondern mit exportierbarer Methodik insgesamt gewinnen, sagt Dilchert. Der Nabu-Mann appelliert zudem dafür, die Erdwärme stärker als bislang zu nutzen. „Wer auf den Mond fliegt, kann auch diese Wärme in nutzbare Energie umwandeln. Das brächte sicherlich weit mehr, als die spärlichen Prozente, die die Windkraft über die Riesenräder insgesamt und jeweils beitragen kann“, so der Uetersener Nabu-Vertreter. Die Erdwärme könnte die Energieproduktion der Windräder überflügeln, ohne Vögel zu zerstückeln.

Sonnenenergie der Wüstenzonen der Erde nutzen

Weiter sei es an der Zeit, die immense Sonnenenergie der Wüstenzonen der Erde zu nutzen und den Fokus entsprechend auf diese Technologie zu richten. Dilchert: „Es werden sich schon Verfahren entwickeln lassen, diese Energie in transportable Form zu bringen.“ Dilchert spricht sich zudem für die dezentrale Windkraftnutzung in windhöffigen Regionen aus. Seine Vorstellung von Symbiose: Das drei Meter hohe Windrad auf der einen Seite des Daches, auf der anderen Seite singt die Amsel. Das sei „ein Teilbeitrag, der sich summiert“. Er könnte diese Haushalte alltagsenergetisch weitgehend autark machen. Auch hier werde viel zu wenig geforscht.

Es gebe inzwischen mehrere andere Techniken, mit denen Windenergie auch großtechnisch genutzt werden könne, ohne fliegende Tiere zu zerschreddern − angefangen  bei den Vertikalachs-Rotoren und endend bei den Trichteranlagen. Diese Anlagen seien zwar  im Vergleich zu den „Riesenrädern“   weniger effizient, schonten durch ihre gedrungenere Bauform aber  neben  Vögeln auch das Landschaftsbild und die Anrainer, die sich  intakte Landschaften wie in Uetersen und Umgebung zum Leben wünschten.

Technologie der Energiespeicherung werde zu wenig vorangetrieben

Enorme Mengen an Energie lieferten auch Gezeitenkraftwerke. Und zwar schon deshalb, weil sie bei ablaufendem und auflaufendem Wasser, also fast immer, Energie erzeugen könnten und zwar in solchen Mengen, dass Windräder dagegen wie Zwerge wirkten, sagt Dilchert.

Nach wie vor unzureichend vorangetrieben werde nach Ansicht des Nabu-Mannes die Technologie der Energiespeicherung. 295 Millionen Euro seien 2015 als Entschädigungszahlungen für Strom nur aus Schleswig-Holstein  fällig geworden, der von den Netzbetreibern nicht habe abgenommen werden können. Dilchert bezieht sich dabei auf einen   gemeinsamen Bericht des Energiewendeministeriums in Kiel sowie des Netzbetreibers Tennet und der Schleswig-Holstein Netz AG, veröffentlicht in  einem Zeitungsbericht. Erste Patente für Latentwärmespeicher seien bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vergeben worden.  Dilchert: „Es ist  wirklich traurig, dass die Weiterentwicklung  von Energiespeicherungsmodellen nicht schneller vorangeschritten ist. Jetzt bräuchten wir sie dringend. Hier sollte die Politik nachhaltig aktiv werden.“

Windkraft: So viele Vögel werden getötet:

Professor Martin Kraft von  der Uni Marburg äußert sich zu der Frage, wie viele Vögel von Windkraftanlagen erfasst und getötet werden: „Bisher konnten bei unseren Zugvogelerfassungen im Umfeld von 40 hessischen Windenergieanlagen (WEA) 113 Vogelarten und 3507 Kollisionsopfer mit an Massenzugtagen mit bis zu 20 Opfern pro Stunde (40 WEA 0,5 Individuen pro Stunde und Anlage) registriert werden.“ Kraft ist Ornithologe und Privatdozent an der Philipps-Universität Marburg  (Ornithologie und Ökologie).  Zudem  ist er Vorsitzender des Marburger Instituts für Ornithologie und Ökologie.  

Nabu Elbmarschen: Neue Fledermausart in der Kirche entdeckt

– Quelle: https://www.shz.de/19286021 ©2018

Roland Dilchert (von links), Hans Ewers und Helmut Dürnberg beugen sich über die Karte, die das neue Vorranggebiet für Windenergie ausweist.

Nabu Elbmarschen: Neue Fledermausart in der Kirche entdeckt

– Quelle: https://www.shz.de/19286021 ©2018

 

 

Uetersen : Der Nabu warnt vor den Windkraftanlagen

 

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten:

Der Nabu übt Kritik an der Ausweitung des Uetersener Vorranggebiets. Die Naturschützer sorgen sich auch um das Landschaftsbild, aber vor allem um die Vögel, die dann zusätzlich „zerschreddert werden“

 

Uetersen | Hans Ewers, Roland Dilchert und Helmut Dürnberg vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Ortsgruppen Elbmarschen und Elmshorn, schlagen Alarm. Schon bald könnte die „Verspargelung“ der Landschaft im Westen der Rosenstadt weit größere Ausmaße annehmen. Die Nabu-Männer machen sich dabei Sorgen um das Landschaftsbild allgemein, aber auch um die vielen Vögel, die dann zusätzlich „zerschreddert werden“, so Dilchert.

Eine Windkraftanlage töte im Jahr mehr als 100 Vögel

 

Eine Windkraftanlage töte im Jahr mehr als 100 Vögel. Das besagten Schätzungen, so das Nabu-Mitglied. Besonders betroffen seien seltene Greifvögel. Sie gerieten in die Rotorblätter oder flögen gegen die Masten. Ebenfalls betroffen seien Fledermausarten, so Ewers. Die genauen Zahlen seien kaum ermittelbar, weil die meisten toten Vögel eher von Aasfressern als von Menschen gefunden würden. In Uetersen solle das bestehende Vorranggebiet um gut das Vierfache anwachsen.

 

Auch Groß Nordende und Neuendeich werden von dem Vorhaben der Landesregierung berührt, informieren die Nabu-Vertreter. Westlich der Stadt gebe es ein großes Vogelzuggebiet. Insbesondere seien es die Gänse, die diesen Luftraum nutzten. Kämen jetzt weitere Windkraftanlagen dazu, die eine Gesamthöhe von 200 Metern aufwiesen, stürben weitaus mehr Vögel als das ohnehin schon der Fall sei.

 

Nabu empfiehlt von der Möglichkeit des Einspruchs Gebrauch zu machen

 

Die Fläche habe ein Potenzial für 20 große Anlagen. Wenn die Pläne, die derzeit öffentlich auch im Uetersener Rathaus auslägen, umgesetzt würden, bedeutete das den sicheren Tod auch seltener Vogelarten. Daher empfiehlt der Nabu jedem von der Möglichkeit des Einspruchs Gebrauch zu machen. Ein halbes Jahr lägen die Pläne aus, dann werde auf Landesebene beraten und entschieden. Der Nabu werde auf jeden Fall Protest einlegen. Sollte das zu keinem Ergebnis führen, werde man sich juristische Schritte überlegen. Den Klageweg beschreiten will dann auf jeden Fall der Elmshorner Ortsvereinsvorsitzende. Dürnberg bezeichnet Rot/Grün/SSW in Kiel als absolute Versager in Umweltbelangen.

 

Generell, so die Nabu-Vertreter, solle man beim Energieverbrauch mehr auf die Effizienz setzen, also das Energieeinsparen forcieren. Es sei auch notwendig, die Speichertechnologie im Bereich der Photovoltaik zu verbessern.

 

 

 

Uetersener Nachrivchten
vom 14.03.2014 21:23
Landesamt lässt die Profis ran
Betreuung abgegeben: Naturschutzbund kümmert sich zukünftig um Bilsbek-Niederung

Elmshorn. Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat die Betreuung der im Kreis Pinneberg liegenden Bilsbek-niederung auf den Naturschutzbund (NABU) Schleswig-Holstein übertragen.

Die Bilsbek-Niederung ist Bestandteil des Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebietes „Himmelmoor, Kummerfelder Gehege und angrenzende Flächen“. Als Betreuer vor Ort werden Roland Dilchert und Gisela Oden zuständig sein. Sie kennen das Gebiet seit vielen Jahren und haben sich besonders für die Ausweisung als „Natura 2000“-Gebiet eingesetzt. Hans Ewers vom Vorstand des Landesverbandes des NABU Schleswig-Holstein und Thomas Holzhüter vom LLUR unterzeichneten bei der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Pinneberg in Elmshorn den Betreuungsvertrag. Er beginnt 2014, gilt zunächst für drei Jahre und kann jeweils um weitere sechs Jahre verlängert werden. Das gesamte FFH-Gebiet ist 766 Hektar groß und umfasst neben der aus Niedermoorgrünland bestehenden Bilsbek-Niederung einen Komplex aus Hochmoorbereichen (Himmelmoor) und Laubwaldbeständen (Kummerfelder Gehege). Schutzziel ist die Erhaltung des Spektrums an hochmoortypischen Lebensräumen und kleinflächig verzahnten Waldformen, die durch den großräumigen, extensiv genutzten Niedermoorkomplex der Bilsbek-Niederung verbunden sind. Charakteristisch für die Bilsbek-Niederung sind viele alte Bäume, die die zahlreichen Entwässerungsgräben begleiten.

Eine große Bedeutung hat die Bilsbek-Niederung auch als Lebensraum einer artenreichen Brutvogel-Gemeinschaft. So sind hier Feldlerche, Wiesenpieper, Neuntöter und Schwarzkehlchen anzutreffen. Bis 2001 brütete hier sogar der Große Brachvogel. Die Flora-Fauna-Habitat-Gebiete und die EG-Vogelschutzgebiete sind Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“. In Schleswig-Holstein wurden insgesamt 46 EG-Vogelschutzgebiete und 271 FFH-Gebiete von der Europäischen Kommission benannt.

Ralf Stowasser

 

 

Alle nachfolgenden Artikel stammen aus den Uetersener Nachrichten vor 2014:



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